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Feb 09

… ein Subnotebook! Zu diesem Entschluss bin ich nach meiner intensiven “Marktanalyse” gekommen.

Ich habe mir schon einige Zeit überlegt, ein Netbook (= sehr kleines, günstiges, leistungsschwaches Notebook) zuzulegen. Da ich daheim und an der Uni einen guten Desktop-PC nutzen kann, hatte ich bisher aber keine echtes Bedürfnis nach einem mobilen Computer. Bald beginnt aber wieder meine Prüfungsphase und mit einem Notebook müsste ich einen Raum im Haus weniger heizen. Abgesehen davon stehen auch zwei Aufenthalte im Ausland an. So habe ich mich vom c’t-Magazin 03/2009 dann doch vom Netbook-Fieber anstecken lassen.

In diesem sehr ausführlichen Netbook-Bericht mit anschließendem Test werden die aktuellen Geräte vorgestellt. Netbooks haben fast ausschließlich den Intel Atom N270 Prozessor, den Intel aber nur verkauft, wenn das Endgerät maximal 10 Zoll (10″) Bildschirmdiagonale hat. Samsung und Dell haben inzwischen auch 12″ Geräte, doch diese haben dann entweder einen schlechteren VIA-Prozessor (Samsung NC20) oder sind im Verhältnis zur spärlichen Ausstattung doch zu teuer (Dell Inspiron Mini 12). Letzteres wurde im c’t-Test auch recht schlecht bewertet. Microsoft widerum hat den Einsatz von Windows XP auf Geräte mit maximal 160GB Festplatte und 1GB Arbeitsspeicher (RAM) beschränkt, was beides jedoch akzeptabel ist. In allen anderen muss Windows Vista verkauft werden, was die schwache Hardware jedoch nicht gut schaffen würde.

Die besten 10″-Netbooks Samsung NC10 anyNetim c’t-Test waren das MSI Wind U120, Asus Eee PC 1002HA und Samsung NC10. Das MSI Wind U120 ist derzeit noch nicht verfügbar und würde um die 500 Euro kosten. Letztendlich habe ich mich für das Samsung NC10 entschieden:
bessere Service-Bewertung, der mitgelieferte Akku hält fast doppelt so lang (7,9 gegen 3,9 Stunden), das Display ist sehr viel heller (215 gegen 99 cd/m²) und beim Asus deswegen schon bei wenig Sonnenschein nicht lesbar (!), weltweite Garantie und die größte Tastatur bei den Netbooks mit einem Tastenabstand von 17,5mm.

Doch dann habe ich mir den möglichen Einsatz eines Netbooks doch nochmal überlegt: vor allem bei einem längeren Auslandsaufenthalt reicht ein Netbook eigentlich doch nicht aus. Schließlich muss ich doch ab und zu mal auch längere Texte verfassen oder will mir HD-Videos meiner Digicam anschauen.

Und so kam ich darauf, dass ein Subnotebook eigentlich wie ein Netbook ist – nur viel besser … und noch viel teurer! Ich habe mich anfangs auf die Marken Samsung, Sony und Lenovo IBM beschränkt:

Lenovo IBM habe ich sehr schnell wieder gestrichen, denn deren älteren Subnotebooks sind noch im 4:3-Bildschirmformat und die neueren sind unbezahlbar.
Samsung hätte das X360 Premium im Angebot, das jedoch als Konkurrent zum MacBook Air auftritt und mit mindestens 1.500 Euro bei fehlendem CD/DVD-Laufwerk zu teuer ist.
Sony hat teilweise auch sehr teure Vaio Subnotebooks, doch die SR-Reihe ist mit knapp 1.200 Euro gerade so noch bezahlbar. Mit einem 13,3″-Display und 1,9kg (ohne Akku und Netzteil!) gehören diese Notebooks für mich allerdings nicht mehr zur Kategorie “mobil”.
Dann schaute ich mich bei Dell um. Dort gibt es das XPS M1330. Dank der individuellen Konfiguration kann man selbst den Endpreis festlegen. Doch auch dieses 13,3″-Notebook wiegt in der schlechtesten Konfiguration immernoch 1,8kg.
Als nächstes war Asus dran, wo ich bezahlbare und gut ausgestattete 11,1″- und 12,1″-Geräte fand. Doch diese Geräte hatten laut diversen Kundenberichten einige Mängel, die Hardware wird nicht von Windows XP unterstützt und generell gibt es viele Kunden, die vom Service (Garantiefall, etc.) enttäuscht wurden.
Unter Ausschluss obiger Hersteller habe ich dann einfach mal alle Notebooks bis 13,3″ bei verschiedenen Preissuchmaschinen nach dem Preis sortieren lassen. Bei den sehr beliebten Geizhals.at und Idealo wurde ich dann fündig:

Das hp Compaq NC2400 Notebook gibt es bei stoffel.de für 699 Euro. Es hat all meine Anforderungen an ein “besseres Netbook” erfüllt: maximal DIN-A4-Größe, zukaufbarer 9-Zellen-Akku für lange Laufzeit, optisches Laufwerk (CD/DVD), guter Prozessor (am besten ein Mehrkernprozessor wie Intels Core Duo), WLAN, Bluetooth, gutes Preis-/Leistungsverhältnis. Das NC2400 ist ein drei Jahre altes Subnotebook für den Business-Einsatz, das inzwischen von hp nicht mehr unterstützt wird. Trotzdem würde man natürlich die für den Business-Einsatz bei hp übliche 3-Jahres-Garantie bekommen.

Vor dem Kauf habe ich dann aber doch noch bei der Preissuchmaschine recherchiert. Gefunden habe ich das hp Compaq 2510p, der Nachfolger des NC2400. Dieses Notebook ist auch schon ursprünglich zwei Jahre alt, wird von hp aber immernoch selbst vertrieben. Anfangs wurde es noch mit dem Single Core Prozessor Intel Centrino ausgeliefert, inzwischen hat es aber einen Intel Core 2 Duo. Gegenüber dem NC2400 hat es noch einige Vorteile: CD/DVD-Brenner statt normalem Laufwerk, mit 2GB RAM verfügbar, bessere Grafikkarte mit mehr verfügbarem Speicher (wichtig für HD-Videos!), mit UMTS-Modul verfügbar und mit Touchpad.

Der Amandus-Webshop bietet das hp 2510p in verschiedenen Konfigurationen von 739,40 bis 799 Euro an. Der Webshop ist auch als eBay Shop bei eBay vertreten – dort sind allerdings fast alle Geräte wegen der eBay-Gebühren deutlich teurer wie im eigenen Webshop. Die angebotenen Notebook-Versionen unterschieden sich scheinbar nur in der Festplattengröße und RAM-Größe. Im Webshop fehlen teilweise einige genau Angaben, z.B. auch dass alle Geräte die typischen drei Jahre Herstellergarantie haben und nicht nur die angegebene 12 Monate Gewährleistung. Bei genaurere Suche im Internet fand ich außerdem heraus, dass eine der Versionen (das RU545EAR) sogar ein UMTS-Modul enthält – für diese Version habe ich mich dann auch entschieden. Alle hp-Notebooks in diesem Webshop sind 30-50% unter Normalpreis, da sie aus dem hp Renew Programm stammen. Es sind also generalüberholte (refurbished) Geräte, die schonmal in Form von Leasing im Umlauf waren oder im Rahmen des 14-tägigen Widerrufsrecht zurückgesendet wurden. Gegenüber dem hp Neupreis habe ich ungefähr 50%, gegenüber dem Marktpreis 36% gespart und da ich trotzdem 3 Jahre Herstellergarantie bekomme, nehme ich leicht gebrauchte Ware gern in Kauf.
Ganz nebenbei bietet dieser Webshop noch einige andere Dinge sehr günstig an, z.B. den Genius Media Pointer Presenter, den ich gleich mitbestellt habe.

Für mich war am Ende klar: das ist vermutlich das beste mobile Notebook, das ich einigermaßen günstig bekommen konnte. Mit einem 12,1″-Display bei schmalem Gehäuserand und nur 1,3kg (genausoviel wie die meisten 10″-Netbooks!) ist es sehr portabel. Die Sammlung verschiedener Tests des hp 2510p liest sich auch sehr gut. Sicher gibt es bessere Subnotebooks, aber die kosten eben auch doppelt so viel!
Ein etwas ausführlicheren Bericht speziell zum Notebook folgt sicherlich demnächst, wenn ich das Notebook erhalte :)

4 Antworten zu “Das beste Netbook ist …”

  1. Kommentar von Computius:

    Ich bin mit meinem Acer A110L sehr zufrieden.

  2. Kommentar von Stevie:

    Das hp Compaq 2510p gibt es gebraucht sogar noch sehr viel günstiger, z.B. bei Ebay für 500 Euro mit zwei Akkus, Display Sichtschutz (Privacy Filter), Handbuch und CDs. Letzteres liegt den generalüberholten Geräten (refurbished/renewed) nämlich nicht bei.

  3. Pingback von Welches Netbook ? - DIGITAL FERNSEHEN - Forum:
  4. Kommentar von diechefe:

    Hallo Stevie O,

    ich dachte schon ich bin der einzige!
    Da ich schon meine komplette Familie mit Laptops versorgt habe,
    (Compaq Armada M700, E500, N410c(sehr schön), N400c)
    behaupte ich einfach mal das ich mich auch schon aussreichend informiert habe.
    Und ich hatte bisher immer das Gefühl ich sei der einzige der bemerkt,
    dass man bei Compaq für deutlich weniger Kohle ein zu Sony und IBM gleichwertiges Laptop erhält.
    Von Samsung oder gar Acer (wer ist das?, wie sieht Qualität aus?) möchte ich gar nicht sprechen.
    Eher noch würde ich vielleicht Dell mit einbeziehen.
    Aktuell bin ich am überlegen mein doch inzwischen alt gewordenes n410c
    durch ein 2510p zu ersetzten. Allerdings reicht es nach wie vor für alle üblichen
    Büro Tätigkeiten (surfen, texten, coden). Debian und der “dicke” 1,2Ghz Intel III machts möglich! (ulv versteht sich)
    Darum möchte ich Dich bitten hier nicht den Geheimtip für “Kenner” so zu publiziern. (Das lässt die Preise steigen) ;-)

    Ansonsten sehr schöner Artikel der mir aus der Seele spricht!
    Aber eines vielleicht noch der nc2400 ist derzeit zum gleichen Preis wie ein “sparbook” zu haben ca. 300-350 Euros.
    Dabei ist der u2500 mit Sicherheit doppelt so schnell wie der “spartom” (2MB L2 Cache). Weiter hat es neben dem DVD-Rom und den gemütlichen 1,3 Kg,
    noch 1280*800 Pixel auf 12 Zoll. Und jetzt kommts: Es ist “Verarbeitet”.

    So denn weiter so.

    Grüße aus dem Sonnigen Schwarzwald

    diechefe