Wenn du im Internet surfst und dabei Seiten besuchst, die das illegale Google Analytics einsetzen (und das tun sehr viele), speichert Google auf seinen Servern in den USA einige Informationen über dich (unter anderem deine IP-Adresse). Daher habe ich mich nun umgeschaut, wie ich verhindern kann, dass meine Daten auf den Google Servern gespeichert und analysiert werden.
Die einfachste und effektivste Methode ist ein Eintrag in der Datei hosts im Windows-Ordner C:\Windows\system32\drivers\etc\ . Diese Datei musst du mit dem Texteditor öffnen. Ganz unten sollte in der Regel nur der Eintrag 127.0.0.1 localhost stehen. In der nächsten Zeile fügst du einfach noch den Eintrag 127.0.0.1 google-analytics.com hinzu. Die Datei musst du dann einfach abspeichern (ohne Dateiendung!).
Mit Hilfe dieser hosts-Datei kann man beliebige Webinhalte blockieren – also auch nervige Werbung wie eingeblendete Layer. Der Vorteil dieser Methode ist, dass die Einträge systemweit gelten; also für jeden Windows-Benutzer und für jeden Browser auf dem PC. Der Nachteil ist, dass man jede Adresse einzeln eintragen muss; also jede einzelne Subdomain und für jede Domain einen Eintrag mit sowie einen ohne “www” davor (siehe Screenshot).
In Linux und Mac OS gibt es diese hosts-Datei natürlich auch.
Seiten mit Browser-Einstellungen oder Adblocker blocken
Alternativ kann man Adressen in den Browsern selbst blockieren lassen. Bei Opera kannst du dies in den Einstellungen [STRG+F12] unter Inhalte bearbeiten. Firefox 2 und der Internet Explorer bieten diese Funktion nicht an. Es gibt jedoch Erweiterungen für beide Browser. Für Firefox bietet sich zum Beispiel Adblock Plus und für den Internet Explorer 7 die Erweiterung IE7Pro an.
Benutzer des Internet Explorer 6 sollten dringend umsteigen.
Werbung blockieren: gut oder böse?
Unerwünschte Datenspeicherungen wie bei Google Analytics zu verhindern dient gewissermaßen dem Eigenschutz. Werbung zu blockieren soll das Surfen angenehmer machen. Allerdings sollte man dabei beachten, dass viele kostenlos bereitgestellte Seiten und Dienste auf die Einnahmen durch Werbung angewiesen sind. Ohne Werbeeinnahmen könnten viele Betreiber die Kosten für ihre Server oder investierte Zeit nicht aufbringen. Wer also einfach einen Werbeblocker installiert und alles blockiert, sollte beachten, dass kostenlose Onlinedienste oder Informationsseiten in Zukunft möglicherweise ihren Betrieb wegen zu hohen Kosten bzw. zu wenig Einnahmen einstellen müssen.
19.05.2008 um 20:01 Uhr
Cooler Artikel – Google Analytics auszusprerren finde ich schon ganz gut, man muss ja der Datenkrake nicht noch zu mehr Daten verhelfen…
Trotzdem hätte ich zwei kleine Anmerkungen am Rande: In Windows werden keine Slashes für Ordner verwendet, sondern Backslashes, sprich: C:\Windows (war im Artikel anders herum). Und: die hosts-Datei unter Linux ist /etc/hosts (lässt sich ganz einfach durch den Befehl nano /etc/hosts bearbeiten – das Vorgehen ist das gleiche wie bei Windows.
Kurze persönliche Meinung zu AdBlock o.ä.: Ich habe über längere Zeit AdBlock Plus verwendet, weil mich die Werbung gestört hatte – der Effekt gefiel mir am Anfang – doch inzwischen finde ich es unfair den Betreibern gegenüber, die ihre Seite ausschließlich durch Werbung finanzieren… Das muss allerdings jeder für sich selbst entscheiden.
19.05.2008 um 20:11 Uhr
Danke für dein Feedback
Manche Seiten übertreiben es leider auch mit Werbung und da macht es mir manchmal keinen Spaß mehr. Die Layer-Werbung von Sponsorads (z.B. Wann stirbst du?) nervt mich z.B. gewaltig, da der Schließen-Button erst nach kurzer Zeit erscheint und die komplette Seite im Hintergrund überblendet wird. Deshalb blocke ich Sponsorads jetzt auch mit der hosts-Datei. Die anderen Layer sind noch einigermaßen akzeptabel, da man schon während dem “reinfliegen” des Layers den Schließen-Button drücken kann (wenn man schnell genug ist
).
Die Vergangenheit hat aber auch leider gezeigt: Irgendwann kann man jede Werbeform blocken. Es gibt aber ständig neue Werbeformen, die anfangs nicht zu verhindern sind. Die neuen Werbeformen werden dabei immer aufdringlicher und nerviger (da die einfachen Werbemittel bei keinem Adblocker mehr durchkommen). Am Anfang gab es Banner, dann kamen Popups, jetzt sind es Layer. Und morgen?
13.02.2009 um 15:26 Uhr
16.09.2009 um 17:50 Uhr
ohne layer könnten viele webseitenbetreiber ihre porjekte nicht angemessen finanzieren. ich selbst nutze layer, weil andere werbeformen einfach nicht viel einbringen oder einfach nur bei klicks vergüten.
tipp am rande: wenn du die layer bereits beim reinfliegen zumachst,hat der webseitenbetreiber nichts davon, da der layer oft mindestens drei sekunden offen sein muss.
16.09.2009 um 21:09 Uhr
@Robert:
Wenn du auf die Einnahmen von Layern nicht verzichten kannst, machst du etwas falsch! Und sei es nur, dass du bei einem zu teuren Hoster bist.
Oftmals werden Layer von Neulingen eingesetzt, die eigentlich kaum Besucher auf ihrer Seite haben. Sie wittern darin eben einen Verdienst. Sie würden aber vielmehr verdienen können, wenn sie sich Stammbesucher schaffen und dann gezielt Werbung einbauen (am besten auch noch so, dass es kein Besucher merkt, wie ich es z.B. auch mache
). Layer wirken dagegen abschreckend.