(Quelle: Greenpeace.org – Clash of Consoles)
Eigentlich wollte ich hier etwas ausführlicher über die Umweltverträglichkeit von Elektrogeräten schreiben, aber ich habe festgestellt, dass in der aktuellen c’t 5/2008 ein sehr ausführlicher Bericht über Green IT bzw. Fair IT steht. Umweltfreundliche und -verträgliche Informationstechnologie ist eines der zentralen Themen bei der CeBIT 2008, bei der es extra ein Green-IT-Village geben wird.
(Wie kommt dieses Diagramm zu Stande?)
Greenpeace vergleicht vierteljährlich große Elektronikkonzerne bezüglich umweltfreundlicher Produktion, Giften in Produkten und Transparenz (z.B. bei Rücknahmeaktionen) – das Ergebnis sieht man oben. EcoTopTen vergleicht dagegen spezielle Produkte aus allen Bereichen (Wohnen, Essen, Kleidung, Elektronik, Strom, etc.) und gibt Tipps sowie Produktempfehlungen für den Einkauf. Sehr informativ sind auch die jährlichen Gesamtkosten, in die der Stromverbrauch mit eingerechnet wird. Sehr erfreulich: der Panasonic TX-29E50 Fernseher ist unter den empfohlenen Geräten und steht bei uns zu Hause ![]()
Solche Ratgeber sind leider aber noch nicht wirklich repräsentativ, denn es ist heutzutage auf Grund der vielen Abhängigkeiten bei den Lieferanten kaum möglich, den kompletten Produktlebenszyklus in die Bewertung mit einzubeziehen. Umweltstandards wie RoHS, TCO und EnergyStar sind jedoch Richtlinien, denen die jeweiligen Produkte unbedingt entsprechen sollten.
Allein zu Gunsten der Umwelt auf ein wirklich gutes Produkt zu verzichten und ein deutlich schlechteres Produkt zu kaufen, würde ich jedoch auch nicht machen und sehe ich als falschen Weg an. Wenn ich jedoch bestimmte Funktionen eines Gerätes nicht unbedingt benötige, dann halte ich es jedoch für sinnvoll auf ein umweltverträglicheres Produkt zurückzugreifen. Zum Beispiel würde ich statt eines Apple iPod nano durchaus eher zu einem Samsung YP-K3 greifen (vergleiche Apple mit Samsung im Diagramm oben!). Und erst recht verzichten würde ich auf die überteuerte Giftschleuder iPhone, das nicht einmal den zukünftigen Mobilfunkstandard UMTS unterstützt.
Der kritische c’t-Artikel zeigt auch, dass wir momentan von wirklich grüner Technologie weit entfernt sind. Denn aktuelle Elektronikprodukte werden zwar beim Verbrauch und der Emission immer umweltfreundlicher, aber sie enthalten teilweise immernoch viele Gifte. Wenig beachtet wird auch die Produktion und Entsorgung, die meist alles andere als umweltfreundlich ist. Und zu guter letzt darf man nicht nur die Umweltverträglichkeit betrachten, sondern auch die soziale Komponente, denn die Rohstoffgewinnung oder Altgeräteentsorgung erfolgt oft zu Lasten oder gar gegen den Willen der Einheimischen in den jeweiligen Entwicklungs- und Billiglohnländern.
Hier kann man übrigens über ein Formular von Greenpeace eine Nachricht an die CEOs der größten IT-Konzerne mit einer Aufforderung schicken, endlich den ersten Computer ohne Schadstoffe herzustellen
Vor allem in Bezug zu obigem Konsolenvideo sei natürlich noch erwähnt, dass es sinnvollere Möglichkeiten gibt, die Umwelt zu schonen (z.B. weniger Auto zu fahren). Allerdings sollte man immer alles in seine Überlegungen einbeziehen und nicht nur die offensichtlichen Dinge, denn Kleinvieh macht auch Mist! Und mit solchen Videos und Aktionen ruft man dies in das Bewusstsein der Menschen – beim Auto ist dieses Bewusstsein bei uns schon etwas ausgeprägter.
Greenpeace.org: Hi-Tech = High Toxic, das Problem mit dem E-Waste (engl.)
www.EcoTopTen.de
PS: Und statt weiter zu predigen werde ich jetzt den Computer ausschalten

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