Volksverarschung?
Heute erreichte mich der eBay-Newsletter mit einer freudigen Nachricht: Bei privaten Verkäufen mit 1 Euro Startpreis und Galeriebild fallen ab 20. Februar 2008 keine Gebühren mehr an! Da ich sowieso alles ab 1 Euro reinstelle, um mehr potentielle Käufer auf mein Angebot aufmerksam zu machen, ist das eine super Nachricht. Aber warum sollte eBay günstiger werden? ![]()
Die Preiserhöhungen standen natürlich nicht im Newsletter, sondern tauchen erst in den Details der Preisänderungen auf: bei Verkaufspreisen bis 50 Euro wird die Verkaufsprovision von derzeit 5% auf 8% erhöht.
Da hab ich natürlich gleich mal nachgerechnet: bei der momentanen Volksauktion-Aktion kostet eine Auktion mit 1 Euro Startgebot und Galeriebild 49 Cent. Verkauft man also etwas für 1 Euro, zahlt man derzeit 54 Cent Gebühren. Bei einem Verkaufspreis von 50 Euro sind es 2,99 Euro. Mit den neuen Gebühren zahlt man dagegen 5 Cent bzw. 4 Euro. Bei teureren Artikeln sind also die alten Gebühren günstiger, bei billigen Artikeln die neuen Gebühren. Die Grenze liegt bei einem Verkaufspreis von 16,33 Euro. Wer also gerade potentiell billige Artikel verkaufen will, sollte noch bis 20. Februar warten. Die teuren Artikel sollte man noch vorher reinstellen!
Neu wird allerdings auch sein, dass man keine Gebühren zahlen muss, wenn der Artikel nicht verkauft wurde. Man darf sich also sicherlich auf noch mehr Spaßauktionen (oder Schrott) freuen
Schnäppchen-Suche und eBay-Alternativen
Eine gute Auktionssuchmaschine ist AlleAuktionen.de, wo nach deinem Suchbegriff in 80 Auktionsportalen gesucht wird.
Fast alle Ergebnisse stammen dann zwar von eBay, allerdings kann man über die Autkionenwahl auch Portale wie eBay von der Suche ausschließen.
Für eBay gibt es inzwischen aber auch gute Tippfehler-Suchmaschinen wie VertippDich.de. Doch Vorsicht: Es kommt immer wieder vor, dass für Artikel mit Tippfehlern viel mehr Geboten wird. Stattdessen empfehle ich einfach, bei eBay nicht direkt nach dem gewünschten Artikel zu suchen, sondern nach anderen ähnlichen Bezeichnungen oder alle Artikel in der entsprechenden Kategorie zu durchforsten.
eBay Alternativen
Bezüglich Nachfrage, Kaufkraft und Angebotsvielfalt gibt es leider keine Alternativen zu eBay. Bezüglich des Preises gibt es aber gute Alternativen: Als Verkäufer zahlt man zum Beispiel bei Hood.de und Atrada.de keine Gebühren. Hood ist im Vergleich zu Atrada etwas häufiger besucht und hat mehr Artikel. Der Nachteil ist jedoch, dass man deutlich weniger potentielle Käufer hat. Die Alternativen lohnen sich also vermutlich nur bei generell sehr begehrten Artikeln. Doch als Käufer ist genau das der Vorteil, denn man hat hier weniger Konkurrenz. Bei vielen Artikeln ist eBay im Durchschnitt deutlich teurer – teilweise sogar teurer wie bei Onlineshops aus Preissuchmaschinen wie Geizhals!
Ein etwas anderes Konzept bietet Azubo.de: Hier sinkt der Artikelpreis mit ablaufender Zeit bis sich ein Käufer findet. Auch hier gilt: Für Verkäufer nur bei begehrten Artikeln lohnenswert, für Käufer mit Geduld auf jeden Fall empfehlenswert.
Letzte Kommentare